Dienstleistungsmarketing Blog: Dienstleistungsmarketing und Dienstleistungsprozesse

     

Thomas Scheuer

Nur die Erfolglosen werben!

“Marketing zu betreiben bedeutet, nicht ausgelastet zu sein. Ansonsten bräuchte ich Marketing doch gar nicht.” Diese Aussage eines Steuerberaters ist exemplarisch für viele Freiberufler wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte, Ingenieure oder Unternehmensberater. Schlimmer noch, sie erachten Marketing als etwas Unanständiges. Denn wer gut ist, braucht kein Marketing - so die Annahme vieler Freiberufler.

Das Gegenteil ist der Fall. Denn die eigentliche Fachkompetenz kann ein Außenstehender, also ein potentieller Kunde, nicht messen. Könnte ich die Kompetenz eines StB oder RA messen, bräuchte ich sie nicht. Dann würde ich mich selbst vertreten. Also schaue ich in der Auswahl eines solchen Dienstleisters nicht vorrangig nach Fachkompetenz, sondern nach anderen Faktoren. Und hier kommt das Marketing ins Spiel. Wie präsentiert sich ein Steuerberater? Ist der auf einer Augenhöhe? Wie sympathisch ist mir der Rechtsanwalt - kann ich mir vorstellen, mit ihm zu arbeiten? Erst heute bei einem Gespräch mit einem Kunden (Unternehmensberater) hatten wir das Thema wieder:  Über 10 Jahre hat er nur Tätigkeitsfelder dargestellt, er selbst sich und seine Fachkompetenzen und Referenzen nie oder wenn dann nur im persönlichen Gespräch. Wie sollen Interessenten hier Vertrauen (als wichtigster Faktor im Verkauf von Dienstleistungen) überhaupt aufbauen?

Also ran an das Selbstmarketing - keine falsche Bescheidenheit oder gar Angst!

30. März 2007 (Thomas Scheuer), Kategorien: Allgemein, Dienstleistungsmarketing,

3 Kommentare auf 'Nur die Erfolglosen werben!'

Abonnieren der Kommentare mit RSS oder TrackBack zu 'Nur die Erfolglosen werben!'.

  1. Henning Wüst (31. März 2007, 12:36 Uhr) schrieb:

    Thomas, da sprichst Du mir aus der Seele. Leider erlebe ich bei vielen Kolleginnen und Kollegen genau das Gegenteil. Erster Eindruck: Völlig abstossend. Es gibt viel zu tun!

    Henning Wüst
    vom Arbeitsrechtblog

  2. Dejan N.P (1. April 2007, 20:18 Uhr) schrieb:

    Wenn das so wäre dann bräuchten Cola, Siemens, IBM…
    oder im Dienstleistungsbereich Allianz, AWD usw. auch nicht werben.

    Die werben ja nicht nur um neue Kunden zu gewinnen, sondern um das Image zu verbessern, die Marke/Dienstleistung vertrauenswürdiger zu machen.

    Ich glaube, daß sich bei solchen Leuten die Meinung auch nicht ändern kann, oder wenn dann nur bei Wenigen.

    grüsse Dex

  3. Darius O. Schindler (2. April 2007, 10:36 Uhr) schrieb:

    Da fallen mir doch wieder die Worte Henry Fords ein:

    “Wer auf Werbung verzichtet, kann auch die Uhr anhalten um Zeit zu sparen.”

    Eine Aussage, die auf das Marketing viel mehr zutrifft.

    Beste Grüße aus Karlsruhe

    Darius O. Schindler


Schreiben Sie einen Kommentar

 

Damit sie am Markt erfolgreich sind