Dienstleistungsmarken - Sinn oder Unsinn?
Täglich werden wir in unserem Leben dutzendfach mit verschiedensten Marken konfrontiert. Egal ob im Supermarkt, beim Kaufen von Mode, neuer Technik oder im Straßenverkehr. Überall wimmelt es nur so von Marken und zu den meisten davon haben wir auch schnell gewisse Assoziationen parat. Dienstleistungsmarken aber sind deutlich weniger ausgeprägt - insbesondere bei kleinen und mittelständischen Dienstleistungsunternehmen.
Was bei Produkten logisch erscheint, ist vielen Diensteistern jedoch noch fremd. „Wie kann ein Dienstleister eine eigene Marke aufbauen?“ und „Wozu ist das eigentlich nötig?“ sind dabei wohl die häufigsten Fragen. Was vielen Dienstleistern als modische Marketingmarktmaßnahme erscheint, hat seine Wurzeln schon 2000 Jahre vor Christus. Schon damals im alten Ägypten wurden Ziegelsteine mit Symbolen versehen um ihre Identität zu kennzeichnen. Die Annahme dahinter, dass Ziegel, die von einem bestimmten Handwerker hergestellt wurden, besser sind als Ziegel eines anderen Herstellers, ist simpel und heute genau so aktuell wie damals.
Marken großer Dienstleister wie z.B. TUI, DHL, Deutsche Bank, PwC PricewaterhouseCoopers oder Roland Berger aus der Beratungsbranche sind bekannt. Doch welche Marke hat ihr Steuerberater oder ein Anwalt? Die Lösung ist so einfach, dass sie oft nicht erkannt wird: den Namen! Der Name von vielen Dienstleistern bietet sich zugleich auch als Marke an und verursacht bei den Kunden gewisse Assoziationen und Emotionen. Wenn Sie Ihren Namen als Marke aufbauen, haben Sie sogar den Vorteil des leichteren Vertrauensaufbaus. Denn eine “unpersönliche” Marke wie ERGO Versicherungsgruppe oder UPS muss sich das Vertrauen erst mühsam erarbeiten. Kennt man allerdings den Menschen hinter der Marke, lässt sich einfacher Vertrauen aufbauen.
Betreiben Sie also eine zielgerichtete Markenpolitik, pflegen Sie Ihr Image und kommunizieren Sie Ihren Kunden wofür Sie stehen und was Sie ausmacht. Sie können fachlich noch so ein guter Dienstleister sein - dennoch müssen Sie mit Ihrer Marke Vertrauen aufbauen und sich somit von Ihrer Konkurrenz abheben.

Da muss ich provokativ eine Frage stellen:
Wenn dem so ist, warum nutzt Du auf twitter dann den Namen “DLMarketing” und nicht “thomasscheuer”?
Bin gespannt
@ Henning Wüst: Da es mir bei Twitter auf einen kurzen, prägnanten Namen ankommt (SMB finde ich noch nichtssagender) - und wer bei Twitter nach Marketing sucht, soll mich finden. Außerdem twittere dort nicht nur ich, sondern auch meine Mitarbeiter können den Account nutzen (ok, irgendwann muss da statt meinem Bild noch unser Signet hin).
Für all diejenigen, die uns auf Twitter folgen wollen: https://twitter.com/DLMarketing