Dienstleistungsmarketing Blog: Dienstleistungsmarketing und Dienstleistungsprozesse

     

Thomas Scheuer

Warum Medikamente an der Tankstelle eine gute Diversifikation darstellen

Über die Umsatzsteigerung durch den Tankwartservice bei Shell konnten Sie Ende Mai im Blog  bereits etwas erfahren. Und es gibt wieder interessante Neuigkeiten vom Ölkonzern mit dem gelb-roten Muschellogo, denn Shell plant den Verkauf von Medikamenten an seinen Tankstellen. Eine spannende Diversifikationsstrategie und die Möglichkeit genau diese in der Praxis zu verfolgen.

Der Ölkonzern will ins Geschäft mit dem Verkauf von Medikamenten über das Internet einsteigen. Nach Angaben des Unternehmens werden Medikamente derzeit an vier Teststationen angeboten und in naher Zukunft soll der Testlauf auf 20 Tankstellen ausgeweitet werden. Ende des Jahres wollen Shell und ApoTank entscheiden, ob sie den Service ausbauen, dann könnten alle 2200 Stationen mit dem Service ausgestattet werden.

Kunden können rezeptfreie und rezeptpflichtige Medikamente per Internet bestellen und diese an der Tankstelle abholen. Großer Vorteil sind dabei die Öffnungszeiten der Tankstellen im Gegensatz zu herkömmlichen Apotheken.

Der Plan scheint äußerst clever zu sein, denn durch die meist durchgehenden Öffnungszeiten der Tankstellen zielt der neue Service nicht nur auf die tankenden Stammkunden ab, sondern richtet sich vor allem an Neukunden, die zu allen möglichen Zeiten Ihre Medikamente abholen können. Beim Abholen der Medikamente kann dann noch schnell getankt oder im Shop etwas gegen den kleinen Hunger zwischendurch gekauft werden.

Spannend bleibt die Frage, ob uns in Zukunft der Tankwart beim „Shell Apotheken Drive In“  die Medikamente reicht und nebenbei das Auto mit Kraftstoff befüllt.

20. November 2009 (Thomas Scheuer), Kategorien: Allgemein, Dienstleistungsmarketing, Dienstleistungsprozesse,


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