Dienstleistungsmarketing Blog: Dienstleistungsmarketing und Dienstleistungsprozesse

     

Thomas Scheuer

Makler mit neuer Marketingidee

Wer schonmal ein Haus zum Kaufen gesucht hat, kennt das Übel: die meisten Objekte werden von Maklern vertrieben, die teils satte Provisionen für oftmals lausige Exposés und Präsentationen kassieren. Bei Häusern mit Maklern bin ich bei Besichtigungen schon immer mit einem Grundgrummeln gefahren - irgendwas in mir sträubte sich, den Maklern einen fünfstelligen Betrag für vielleicht insgesamt einen Tag Arbeit mit mir in den Rachen zu schmeißen. Und dabei waren die meisten mir untergekommenen Makler eher unsympathisch - in der Regel unangenehm aufdringlich und in ihrem Auftreten oft höchst unprofessionell (ja, sogar mit deutlichem Alkoholgeruch). Auch die großen Maklerketten haben da leider keine Ausnahme gemacht.

Umso interessanter ist nun ein neues kundenorientiertes Angebot names iMakler. Der Makler verlangt von dem Käufer gar nichts und vom Verkäufer lediglich 995 Euro. Dafür erspart er sich die persönliche Beratung der Interessenten, denn das kann der bisherige Immobilieneigentümer ohnehin besser - der kennt sein Objekt. Die Dienstleistung deckt also im Wesentlichen die Vermarktung des Objekts für den Verkäufer ab. Die neue Idee überzeugt und ist simpel - dass die Gilde der Markler nun aufschreit, ist klar. Aber so können auch wieder bisherige Nichtverwender als Kunden gewonnen werden. Bleibt also zu hoffen, dass es dem Geschäftsführer Harald Blumenauer gelingt, mit dem Angebot lukrativ zu arbeiten und die Servicewüste Deutschland etwas mehr zu begrünen.

Aus Kundensicht bietet nämlich iMakler nicht weniger Service als ein herkömmlicher Anbieter. Im Gegenteil: der direkte Kontakt zum Eigentümer ist in der Regel angenehmer. Und es ist deutlich günstiger.

29. Oktober 2007 (Thomas Scheuer), Kategorien: Allgemein, Dienstleistungsmarketing, Dienstleistungsprozesse,

6 Kommentare auf 'Makler mit neuer Marketingidee'

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  1. […] Gelesen in Pressemitteilung von imakler vom 12.10.2007 via dienstleistungsmarketing-Blog […]

  2. Makler mit neuer Marketingidee - iMakler Presse (16. November 2007, 10:12 Uhr) schrieb:

    […] Link: http://dienstleistungsmarketing-blog.de/archives/109 […]

  3. derherold (20. November 2007, 11:57 Uhr) schrieb:

    “Dafür erspart er sich die persönliche Beratung der Interessenten, denn das kann der bisherige Immobilieneigentümer ohnehin besser - der kennt sein Objekt.”

    Klar, deshalb wird demnächst bei der Implementierung von IT-Lösungen auf Beratung verzichtet - der Kunde weiß ja selbst am besten, welchen Bedarf er hat. … und bei dem größten Vermögenswert (Wohnung, Haus), den eine Familie (normalerweise) hat, kann man sich ja per E-Mail Beratungstips holen. Ähnliches gilt für Kfz-Werkstätten, da der Fahrer ja sein Auto am besten kennt… :)

    Ernsthaft: Wer sich den Kaufverhandlungen gewachsen fühlt, muß als Verkäufer keinen Immobilienmakler beauftragen - aber vllt. sollte man das Angebot von *imakler* ein wenig *prüfen* und sich fragen, was außer Online-Stellung der Exposées und Beratung(!) beim Schalten von Zeitungsannoncen tatsächlich für fast 1.000 Euro geboten wird.

  4. architekt (21. Dezember 2007, 12:07 Uhr) schrieb:

    Wenn sich die vollkommen nutzlosen Angebote der Konkurrenz anschaut, ist es auch längst überfällig, mal etwas vernünftiges anzubieten. Inwieweit allerdings das hier die Lösung ist, bleibt offen. Von Usability haben die Anbiter noch etwas gehört…

  5. Architekten (19. Mai 2008, 13:21 Uhr) schrieb:

    Gibt es eingetlich schon ein erstes Feedback der Firma wie es läuft ?

  6. […] in Pressemitteilung von imakler vom 12.10.2007 via dienstleistungsmarketing-Blog « Sparbüchse, die explodiert, wenn sie nicht genug gefüttert wird   Neuheiten auf […]


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